Aschendorff Medien ersetzte ein fragmentiertes Legacy-System durch eine modulare Publishing-Plattform und baute die komplette IT-Infrastruktur in nur sechs Monaten um.

Das Lego-Modell in der Praxis
Das Managementteam nennt seinen Ansatz ein „Lego-Modell“: modulare Komponenten, die über gemeinsame Standards zusammenklicken – sodass jedes einzelne Teil ersetzt werden kann, ohne den Rest anzufassen.
Die Herausforderung: Fragmentierte Systeme, wachsender Druck
Cloud hatte On-Premise-Hosting sowohl bei Performance als auch bei den Kosten überholt. Für Aschendorff Medien war damit klar: Das alte System war keine Basis mehr, um eine digitale Zukunft darauf aufzubauen. Also entschied die Führung, komplett neu zu starten – und schnell zu sein.
„Wir haben gemerkt, dass manche Dinge bei Spezialisten einfach besser aufgehoben sind“, sagt Maximilian Degenkolbe, Head of Digital News Products. „Wir sind ein Medienunternehmen. Das ist das, was wir am besten können. IT ist das, was IT-Unternehmen am besten können.“ Nach Abwägung der Optionen entschied sich Aschendorff für Forward Publishing als Technologiepartner. CMS, Web-Ausspielung, Paywall und Single Sign-on wurden durch einen abgestimmten, modularen Stack ersetzt. Heute arbeiten die Redaktionen digital-first, und Inhalte fließen automatisch in jeden Kanal – digital und Print.
„Von der ersten Planung bis zum Go-live hat es sechs Monate gedauert. Der eigentliche Aufbau vier.“ Maximilian Degenkolbe, Head of Digital News Products, Aschendorff Medien
Was sich verändert hat
Die Redaktion hat den Unterschied sofort gespürt. „Wir können viel mehr machen, ohne mehr Zeit dafür aufzuwenden“, sagt Degenkolbe. Standardisierte, automatisierte Ausspielung hat die Zusammenarbeit im Team verändert: Zusammenarbeit in Echtzeit, vollständige Bearbeitungshistorien, einfaches Metadaten-Tagging, schnelles Publizieren und Newsletter direkt aus dem CMS. Die Redaktion war vom ersten Tag an an Bord.
Mit weniger, das im Alltag gewartet werden muss, hat das Team Raum, größer zu denken. Zeit, die früher in Produktmanagement und Betrieb ging, fließt jetzt in redaktionelle Weiterentwicklung und neue Projekte. „Insgesamt produzieren wir mehr hochwertige Inhalte – und schneller“, sagt Degenkolbe. Die Zahlen bestätigen es: mehr Abonnenten, stärkere Erlöse und ein solides Fundament für die nächste Phase der digitalen Transformation.